Konferenzen
Konferenz „Chancengleichheit! Im Beruf – in Europa“ 2007
„Chancengleichheit! Im Beruf - in Europa“, unter diesem Titel stand die Fachkonferenz des VK am 19. Juni 2007 in Berlin. Rund 70 Teilnehmer/innen waren gekommen. In ihrer Eröffnungsrede verwies die Bundesjustizministerin, Brigitte Zypries, auf die Fortschritte, die die Politik gemacht hat. Mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sei gesichert, dass niemand u.a. wegen seiner sexuellen Identität benachteiligt werden dürfe. Das betrifft das Arbeitsrecht, das Zivilrecht und privatrechtliche Vereinbarungen. Im Alltag sei jedoch noch ein Mentalitätswechsel nötig. Hier wie in der Politik sei noch manches zu tun; aber dies sei eben ein „Bohren sehr dicker Bretter“. Sie forderte Topmanager in Unternehmen auf, sich nach dem Beispiel von Klaus Wowereit zu outen. Solche Beispiele täten für den Fortschritt im Denken und Handeln mehr, als es Lobby alleine erreichen könne.
Der VK betonte gegenüber der Ministerin, dass - neben den gesetzlichen Regelungen zum Steuer- und Erbschaftssteuerrecht - Artikel 3 GG dringend um das Merkmal „sexuelle Identität“ ergänzt werden müsse.
Brigitte Preuss, Diversity -Managerin der Allianz Deutschland AG, und Barbara Rupprecht, Diversity Beauftragte der Volkswagen Financial Services, schilderten die unterschiedlichen Fortschritte in ihren Unternehmen. Christian Noll, IBM -Vice-President, legte die Bemühungen von IBM in Mittel- und Osteuropa dar. Trotz der Probleme, die Schwule und Lesben z.B. in Polen, Slowenien und Ungarn haben, setze IBM seine „values“ durch. Wem es z.B. nicht gefalle, einen schwulen Vorgesetzten zu haben, sei evtl. im falschen Unternehmen. Auch gebe es bereits erste schwul-lesbische Mitarbeiternetzwerke in Osteuropa.
Wie schwierig das Umfeld für Schwule am Arbeitsplatz in Polen ist, schilderte der in Berlin lebende Pole, Jerzy Szczesny, an Hand von eindrucksvollen Meinungsumfragen und Bildern.
In einer lebhaften Podiumsdiskussion der Redner unter der Leitung von Hans Jablonski, im Auftrag der BP AG, wurden Details vertieft und Fragen und Anregungen aus dem Publikum aufgenommen.
Im Anschluss präsentierte Dominic Frohn von der Universität Köln seine umfassende Internetumfrage „Out im Office“. Danach hat sich die Situation im Vergleich zu 1997 zwar verbessert, aber immer leben noch 52% der Schwulen und Lesben verschlossen am Arbeitsplatz. Nur ein Viertel der Befragten hatte keine Diskriminierungserfahrung. Das hat wesentliche Auswirkungen: psychosomatische Beschwerden und Arbeitsunzufriedenheit.
Die Konferenz wurde großzügig unterstützt von der IBM als Hauptsponsor, der Allianz AG, die für Konferenzraum und Verpflegung sorgte, sowie der BP AG. Abgerundet wurde die Konferenz mit einer Führung durch die Sammlung moderner Kunst in den Treptowers, die mit einem Sektempfang im 30. Stock des Allianzturms ihren krönenden Abschluss fand.
Die Konferenz wurde von Gerd Kirchhoff, Sprecher des Regionalrats, vorbereitet und moderiert.
Weitere Details zu der Konferenz finden Sie hier
Diversity-Konferenz 2006
Zusammen mit den Wirtschaftsweibern, dem Verein lesbischer Führungskräfte, haben wir mit Unterstützung von IBM als Hauptsonsor sowie der Deutsch Post World Net einen 1-tägigen Kongress unter dem Titel „Gewinn durch Vielfalt – Menschen machen den Unterschied“ im Posttower in Bonn veranstaltet. Diversity als Management Konzept wird von Unternehmen immer häufiger verfogt, um die Vielfalt der Mitarbeiter bewusst zu fördern und zu nutzen.
In Vorträgen erfuhren die Teilnehmer über Diversity bei der Deutschen Post World Net sowie die ersten Ergebnisse der VK-Unternehmensumfrage (die veröffentlichen Ergebnisse finden Sie hier). In Workshops ging es um den internationalen Vergleich von Diversity, um GLBT Marketing (GLBT = Gay, Lesbian, Bisexual, Transgender) sowie über schwul-lesbisches Selbstbewusstsein am Arbeitsplatz.
Weitere Details zu der Konferenz finden Sie hier
Diversity-Konferenz 2004
"Kosten und Nutzen personeller Vielfalt in Unternehmen – wie Diversity zur Steigerung des Unternehmenserfolgs beitragen kann.": So lautete das Motto unseres im Oktober 2004 in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsweibern initiierten halbtätigen Diversity-Fachtags.
In praxisnahen Vorträgen und Workshops erfuhren die Teilnehmer wie Unternehmen, die personelle Vielfalt fördern, ihre Erfolge kurz- und langfristig beträchtlich steigern können. Außerdem informierten Dr. Renate Augstein (Leiterin der Projektgruppe für Jugend, Familie, Frauen und Jugend im Bundesministerium) über die „Umsetzung der EU-Gleichbehandlungsrichtlinien in Deutschland" und Mareike Coppi vom Diversity Team der Deutschen Bank über die Strategien und Initiativen im Hinblick auf die Umsetzung der EU-Antidiskriminierungs-Richtlinien.
Diversity-Konferenz 2003
In Zusammenarbeit mit der Lesben-Informations- und Beratungsstelle (LIBS) in Frankfurt haben wir vom Völklinger Kreis im Juni 2003 mit Unterstützung der Deutschen Bank eine Diversity-Veranstaltung zum Thema: „Unsichtbare Potentiale: Diversity-Management und sexuelle Identitäten am Arbeitsplatz“ durchgeführt. Dabei ging es darum, wie Unternehmen mit einer bewussten Veränderung im Rahmen von Diversity ihre Erfolge und Arbeitseffizienz deutlich steigern können.
In Workshops wurden grundlegende Fragen und Informationen zu Diversity vermittelt sowie Erfahrungsberichte über konkrete Aktivitäten im Bereich „Diversity & sexuelle Identität“ erörtert. Dazu diskutierten die Teilnehmer über den wirtschaftlichen Nutzen von Diversity und Verbesserungspotentiale in den Mitarbeiterbeziehungen.
Abschließend wurde das Umfeld des Themas durch prominente Vertreter aus den Bereichen Politik, Medien, Bildung und Gesellschaft beleuchtet.