Als Berufsverband schwuler Führungskräfte vertritt der Völklinger Kreis e.V. unter dem Stichwort "Diversity - Verschiedenheit" das Ziel, die Situation der Lesben und Schwulen in der Arbeitswelt zu verbessern. Mitglieder des VK-Bonn engagieren sich in Unternehmen und Institutionen vor Ort und erarbeiten konkrete Lösungsschritte.
Chancengleichheit im Beruf! Diversity in Unternehmen zwischen Wollen und Wirklichkeit
Unter diesem Motto lud die Regionalgruppe Bonn zu ihrer 5. Informationsveranstaltung am 20. November 2007 um 19.30 Uhr in den Uniclub Bonn ein.
Zum Thema Chancengleichheit und Diversity
2007 war das "Europäische Jahr der Chancengleichheit", ein aktueller Anlass für den Völklinger Kreis e.V., sich als Berufsverband schwuler Führungskräfte erneut dem Thema Chancengleichheit von Schwulen – und Lesben – im Berufsleben zu widmen.
In den vergangenen 4 Jahren hatten wir in Bonn – zusammen mit Bonner Unternehmen - das Thema Diversity aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. In dieser 5. Informationsveranstaltung haben wir den Blick auf die Mitarbeiter geworfen: Dominic Frohn von der Universität zu Köln hat die Ergebnisse seiner Online - Studie "Out im Office" erläutert, die als erste umfassende Studie seit 10 Jahren spannende Einblicke in die Situation schwuler Beschäftigter in Unternehmen ermöglicht und zu bedenkenswerten Schlussfolgerungen kommt.
In der anschließenden Diskussionsrunde mit Maud Pagel, Konzernbeauftragte Diversity der Deutschen Telekom und Hans Jablonski, anerkanntem Berater für Diversity und Change Management, wurden die Ergebnisse der Studie mit der betrieblichen Wirklichkeit konfrontiert und mit den Teilnehmern diskutiert.
Gewinn durch Vielfalt - Menschen machen den Unterschied!
Unter diesem Motto veranstalte die Regionalgruppe Bonn für den VK die jährliche Diversity Konferenz am 7.12. 2006 im Posttower in Bonn.
Diversity Management – Gewinn durch Vielfalt
Die Vielfalt der Mitarbeiter bewusst fördern und nutzen, dieses Konzept des Diversity-Managements wird immer häufiger in Unternehmen verfolgt. Diese Unternehmen haben erkannt, dass sich personelle Vielfalt in Bezug auf Alter und Geschlecht, ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit, körperlicher Behinderung oder sexueller Orientierung strategisch genutzt kurz- und langfristig als motivierend und gewinnbringend erweisen.
Im Marketing ergeben sich neue Aspekte, wie die Erschließung neuer Märkte und Zielgruppen. Unternehmen orientieren sich stärker an unterschiedlichen Kundenwünschen und Interessen und praktizieren erfolgreich Diversity Marketing bzw. Marketing für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (GLBT).
Ziele und Ablauf des Kongresses
Der Kongress gibt einen Einblick in die neuesten Entwicklungen zum Thema Diversity.
Zur Eröffnung des Kongresses sprach der Bürgermeister der Bundesstadt Bonn Peter Finger. Die Stadt setzt sich bereits seit Jahren offen und engagiert für Diversity und die schwul-lesbische Sache einsetzt.
In einer Grundsatzrede wies Walter Scheurle, Personalvorstand der Deutschen Post World Net auf die Bedeutung von Diversity Management als Herausforderung an Markt und Menschen in seinem Unternehmen hin, das sich im Umbau von einer Behörde zu einem wettbewerbsorientierten, globalen Unternehmen behaupten und dabei mehr als 300 000 tausend Mitarbeiter in aller Welt integrieren und motivieren muss.
Erstmals wurde eine Studie der Öffentlichkeit vorgestellt, die den Stand der Umsetzung von Diversity unter besonderer Berücksichtigung des Aspektes „sexuelle Orientierung“ in Deutschland dokumentiert.
In drei parallel laufenden Workshops wurden besondere Facetten von Diversity vertieft:
Workshop 1 öffnete den Blick über den Tellerrand und zeigt die Implementierung von Diversity im internationalen Vergleich.
Dr. Jürgen Vedder, wissenschaftlicher Assistent an der Universität Trier stellte seine Forschungen im Rahmen seiner Habilitation zu diesem Thema vor und diskutierte sie mit den Teilnehmern. Dabei wurden die Initiativen und Erfahrungen in den USA, Canada, Australien mit denen in Europa verglichen und aus den Beiträgen der Teilnehmer Anregungen zu weiteren Initiativen in Deutschland erarbeitet.
Workshop 2 widmete sich dem Schwerpunktthema Homosexuelle Identität - Wie stehen Führungskräfte ihren "Mann" / ihre "Frau"?
Es geht dabei um die Frage der Selbstbehauptung in einem nach wie vor kontroversen Umfeld
Erfahrene Führungskräfte haben aus dem sehr persönlichen „Nähkästchen geplaudert“ und mit den Teilnehmern Chancen eines offenen, selbstbewussten Auftretens, aber auch mögliche Reaktionen auf Anfeindungen, Mobbing und andere offene oder versteckte Diskriminierungen bis hin zu arbeitsrechtlichen Möglichkeiten und Konsequenzen diskutiert.
Workshop 3 stellte eine weitere zentrale Dimension vor: Der neue Markt: GLBT Marketing aus der Sicht von IBM
Anhand eines Best-Practice-Beispiels wurde aufgezeigt, wie die IBM und andere Unternehmen durch Diversity Marketing bzw. GLBT-Marketing erfolgreich neue Zielgruppen und Märkte erschließen.
Plenum
In einer sich anschließenden Paneldiskussion im Plenum wurden die Ergebnisse der Workshops durch die Berichterstatter vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert.
Politischer Ausblick
Am Ende der Veranstaltung gab Ilse Falk, MdB und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag einen Ausblick auf den Stand der Umsetzung von Diversity und Gleichstellung durch die Politik.
Teilnehmer
Teilnehmer waren Führungskräfte, selbständige Unternehmer und Verantwortliche aus Verwaltungen, wissenschaftlichen oder anderen Organisationen, die in ihren Verantwortungsbereichen mit dem Thema Diversity, inkl. Diversity Marketing befasst sind.
Messbarkeit von Diversity
3. Diversity Veranstaltung im Uniclub Bonn
Am 10. November 2005 fand im Uniclub Bonn die Informationsveranstaltung zum Thema Diversity in Unternehmen unter dem Titel "Messbarkeit von Diversity" statt. In Zeiten knapper Ressourcen ist dies sicher von ganz besonderer Aktualität.
Vielfalt bringt mehr! Diversity Management am Arbeitsplatz
2. Veranstaltung des Völklinger Kreises am 9. November 2004 im Uniclub Bonn,
Info zur Veranstaltung | Diversity Management im Konzern Deutsche Telekom
Grußwort der Oberbürgermeisterin
Verborgene Potentiale - Diversity Management
1. Veranstaltung des Völklinger Kreises am 05.11.2003 im Universitätsclub Bonn
Im Juli und Dezember 2003 traten zwei neue EU-Richtlinien zur Antidiskriminierung in Kraft. Selbst wenn diese nicht in deutsches Recht umgesetzt werden sollten, erhalten die neuen Rechte und Pflichten aus den Richtlinien in Deutschland unmittelbare Gültigkeit.
Daher bot der VK Bonn am 05. November 2003, ab 19.30 Uhr, im Universitätsclub eine Informationsveranstaltung zum Thema Verborgene Potentiale - Diversity Management an, in der u. a. auch auf diesen Aspekt eingegangen wurde.
Vertreter der Deutsche Bank AG und der Ford AG berichteten, wie 'Diversity Management' in ihren großen Unternehmen von den Mitarbeitern erfolgreich eingeführt, erlebt und gelebt wird.
In einer anschließenden Diskussionsrunde mit den Zuhörern wurden offene und auch kontroverse Fragen beantwortet.
Es wurde deutlich, dass sich aus einer diskriminierungsfreien Arbeitswelt ein harmonisches Miteinander und eine höhere Produktivität ergeben.
Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg!